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Hausalltag

hausaltag
Terasse Haus Höperhöfen
Im Rahmen der Alltagsgestaltung nehmen die sozialpädagogischen Fachkräfte die Rolle der orientierungsgebenden Personen ein. Sie dienen als Vorbilder für die Vermittlung und das Vorleben gesellschaftlicher Werte und Normen. Daneben vermitteln sie Sicherheit durch klare transparente Regeln und Strukturen sowie durch verlässliche Versorgung. Nach Möglichkeit integrieren sie die Kinder und Jugendlichen in alle Entscheidungsabläufe und schaffen einen Rahmen von Partizipation in Form von Beteiligung und Mitsprache.

Die BetreuerInnen gestalten die Beziehung zu den Kindern und Jugendlichen im Rahmen von professioneller Nähe und Distanz mit einer emotionalen Qualität. Besondere Bedeutung kommt in diesem Zusammenhang der Aufgabe der Bezugsbetreuung zu. Diese schafft den Rahmen von individueller und exklusiver Beziehung zwischen Kind / Jugendlicher und dem Erzieher / Erzieherin im Rahmen unseres Konzeptes.
Die Bezugsbetreuung steht für Kontinuität, Verbindlichkeit und Verlässlichkeit mit Forderung an die Mitwirkungsbereitschaft des Kindes / Jugendlichen. Die Achtung und Wertschäftzung der einzelnen Persönlichkeit ist grundlegend. Neben verbindlichen Regeln für das Zusammenleben der Hausgemeinschaft bildet der strukturierte Tagesablauf den Rahmen für das pädagogische Konzept.

Die sozialpädagogische Arbeit ist mit dem Anspruch verknüpft, den zu betreuenden Kindern und Jugendlichen ein „Zuhause“ zu geben.
Esstisch im Haus Wangersen
Es werden Entwicklungsprozesse angeregt, ihre vorhandenen Ressourcen aktiviert und externe Ressourcen zur Verfügung gestellt. Im Rahmen der Grundleistungen werden unter anderem folgende Bereiche gefördert:
  • Beziehungsgestaltung
  • Erfahren von Wertschätzung der eigenen Person
  • Kennenlernen und Stärkung der eigenen Ressourcen
  • kognitive Fähigkeiten
  • soziale Kompetenz u. a.: Kritikfähigkeit, Teamfähigkeit, Problemlösungskompetenzen und Problemlösungsstrategien, Konfliktlösungsstrategien
  • lebenspraktische Fähigkeiten und Fertigkeiten
  • soziale Integration z.B. Vereine
  • Kulturtechniken, Umgangsformen
  • motorische Fähigkeiten
  • Freizeitgestaltung (Individuell, Gruppe)
  • eigenes Erleben unter veränderten Bedingungen (jährliche Ferienfahrten 7 - 14 Tage, Erlebnispädagogik)
Eine besondere Bedeutung innerhalb dieses dynamischen Prozesses kommt dem Prinzip der Bezugsbetreuung zu. Der/ die BezugsbetreuerIn hat das spezielle Augenmerk auf sein Bezugskind und dessen Familie im Hinblick auf alle Angelegenheiten des täglichen Lebens sowie eine individuelle Förderung im Betreuungssetting.

Aufgaben der Bezugsbetreuung sind:

  • Vermittlung von positiver Beziehungserfahrung durch Überwindung von Kommunikationsbarrieren und durch Herstellung einer sicheren Kontakt-, Begegnungs- und Beziehungsatmosphäre
  • Beteiligung des Kindes / Jugendlichen an der Erarbeitung der Erziehungsplanung und Begleitung bei Hilfeplangesprächen
  • Beschwerdestelle für das Kind / den Jugendlichen im Gruppenalltag
  • Netzwerkarbeit mit dem Herkunftssystem auf Grundlage einer wertschätzenden Grundhaltung und Kooperation durch Elterngespräche, Vor- und Nachbereitung von Eltern – Kind Kontakten
  • Begleitung der gesundheitlichen Entwicklung des Kindes / Jugendlichen, Arztgespräche und bei Bedarf Therapiebegleitung
  • Begleitung der schulischen Entwicklung, Lehrergespräche
  • Unterstützung bei der Umsetzung einer individuellen Freizeitgestaltung
  • Ansprechpartner für den Sozialarbeiter (ASD) im Jugendamt
Gesundheitliche Vorsorge/ medizinische Betreuung
Bildung und schulische/ berufliche Förderung

Familienarbeit
Beteiligung der jungen Menschen

Wir haben den Anspruch, dass sich die Beteiligung der jungen Menschen in unserer Einrichtung über den gesamten Hilfeverlaufs bezieht, beginnend beim Entscheidungs- und Aufnahmeprozess über den Betreuungsprozess bis hin zum Rückführungs- oder Verselbständigungsprozess. In der Beteiligung sehen wir eine persönlichkeitsbildende Funktion, sowie durch das Erfahren von Selbstbestimmung einen entscheidenden Faktor zur Wirksamkeit der von uns angebotenen Hilfe.

Verselbständigungskonzept

  • alltägliche Lebensführung
  • Einkaufen; Ernährung; Wäschepflege; Ordnung im eigenen Bereich; Geldeinteilung, Verwaltung; Regelung finanzieller und (sozial-) rechtlicher Angelegenheiten; persönliche Hygiene, Bekleidungspflege
  • schulische  und berufliche Eingliederung
  • Termine und Fristen; Arbeitsverhalten/ Leistungsfähigkeit; berufliche Perspektive
  • Gestaltung sozialer Beziehungen im unmittelbaren Nahbereich; zu Angehörigen und dem Herkunftssystem; Freundschaften und Partnerschaften
  • Teilnahme am kulturellen und gesellschaftlichen Leben
  • Gestaltung freier Zeit / Eigenbeschäftigung; Teilnahme an Freizeitangeboten /kulturellen Veranstaltungen; Begegnung mit sozialen Gruppen / fremden Personen; Entwickeln von Zukunftsperspektive und Lebensplanung
  • emotionale und psychische Entwicklung
  • Bewältigung von Angst, Unruhe und Spannungen, förderliche persönliche Strategien zur Entspannung; Bewältigung von Antriebsstörungen, Interesselosigkeit, Apathie etc.; Abbau von erheblich selbst- und fremdgefährdenden Verhaltensweisen (Suchtmittelkonsum, Selbstverletzung)
  • Gesundheitsförderung und -erhaltung
  • Ausführen ärztlicher oder therapeutischer Verordnungen; Vereinbarung und Realisierung von Arztterminen
Die o. g. Lernziele fließen als Handlungsziele in die Hilfe- und Betreuungsplanung ein.
Kinder und Jugendhilfe Höperhöfen GmbH
„Jeder Mensch hat ein Recht auf Förderung seiner Entwicklung und auf Erziehung zu einer eigenverantwortlichen Persönlichkeit.“
(Leitbild Kinder und Jugendhilfe Höperhöfen, Quelle: SGB VIII)

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